JONATHAN’S MISSION: den Modern American Glamour in dein Zuhause zu bringen. Wie er das anstellt? Indem er zeitlos elegante Möbel als Grundlage kreiert und diese ausgelassen mit Accessoires dekoriert.

Seine Erfolgsgeschichte begann mit der Töpferei. Mit zwölf Jahren drehte Jonathan im Summer Camp zum ersten Mal an der Scheibe. Als er den Ton berührte, war er sofort fasziniert und verbrachte den restlichen Sommer hinter der Drehscheibe.

Während er eigentlich im College der Brown University sitzen sollte, stellte er lieber an der nahegelegenen Rhode Island School of Design (RISD) Gefäße her. Seine dort gefertigten Werke – von Chanel inspirierte Teekannen und moderne Interpretationen der Sèvres-Vasen – zeigten sein Faible für Popkultur, Bling, zeitgenössische Kunst, und Fashion. Sein Lehrer meinte dazu:
„Du hast einfach kein Talent. Geh lieber nach New York und werde Anwalt.”

Dem kam er nach und schuftete drei Jahre lang für Tyrannen im Entertainment, bis er realisierte, dass die Meinung seines Töpferlehrers nicht zählte.

Also gab Jonathan bei Mud, Sweat ’n‘ Tears in New York City Unterricht, und konnte sich im Gegenzug umsonst ein Atelier einrichten. Nachdem er sich die Käufer von Barneys New York erfolgreich als Neukunden geangelt hatte, stürzte er sich in die Produktion – um 6 Uhr morgens fuhr er auf Inlineskates ins Studio, stellte 100 Tassen her, und fiel abends erschöpft ins Bett.

Als Nächstes startete er eine Kollaboration mit Aid to Artisans, eine Nonprofit-Organisation, die Kunsthandwerker in Entwicklungsländern unterstützt, indem sie sie mit Designern in den USA vernetzt. In Peru versetzten ihn die südamerikanischen Stoe ins Schwärmen und er begann, Kissen, Überwürfe und Teppiche zu designen. Dabei vereinigte er sein Gespür für das Moderne mit der traditionellen Herzensarbeit der Peruaner.

1998 erönete Jonathan in Soho seinen ersten Laden. Nach dem Motto „Wieso bei Tassen auören?“, kreierte er mit seinen peruanischen Kollegen Dekokissen, und fing dann an, sich zu den Kissen passende Sofas auszumalen. Bald darauf war er mitten drin im Wohnkultur-Business und fertigte zusammen mit ganz verschiedenen Künstlern wunderschöne Dinge an – von edlen Beistelltischen über atemberaubendes Geschirr bis hin zu maßgeschneiderten Polstermöbeln.

Er setzte seinen individuellen Style auch außerhalb des Stores mit Interior Design-Projekten für Privatwohnsitze, Restaurants und Hotels um, darunter auch die beliebte Wüstenferienoase, das Parker Palm Springs Hotel, und das Eau Palm Beach Resort & Spa.

In nicht einmal 20 Jahren hat er fast 30 Shops erönet. Sein Lieblingsmotto, „Wir fertigen nur Produkte, um die sich die Erben einmal streiten werden“, spiegelt sein ständiges Commitment an makellose Handwerkskunst und ungehemmten Luxus wider. Doch seine Liebe zur Töpferei steht weiter im Mittelpunkt, und so hat er sich sein Büro zwischen einem riesigen Brennofen und einem quirligen Töpferstudio eingerichtet.

MANIFEST

WIR GLAUBEN, dass dein Zuhause dich glücklich machen sollte.


WIR GLAUBEN, dass die Frau immer Recht hat, wenn es um die Deko geht. Außer ihr Mann ist schwul.


WIR GLAUBEN an Kohlenhydrate und zur Hölle mit den Konsequenzen.


WIR GLAUBEN Minimalismus ist Mist.


WIR GLAUBEN an unsere Musen: David Hicks, Alexander Girard, Bonnie Cashin, Hans Coper, Gio Ponti, Andy Warhol, Leroy Neiman, Yves Saint Laurent, und Madonna.


WIR GLAUBEN, dass man am besten stets underdressed oder overdressed ist.


WIR GLAUBEN, dass sich Farben nie beißen.


WIR GLAUBEN, dass Hunde in Shops und Restaurants willkommen sein sollten.


WIR GLAUBEN, dass Stars den vollen Preis zahlen sollten.


WIR GLAUBEN, dass du mit unserer Beleuchtung jünger und dünner aussiehst.


WIR GLAUBEN an anspruchsvolle Literatur und poppige Musik.


WIR GLAUBEN an die drei „L“: Lagen, Lagen, Lagen.


WIR GLAUBEN, dass provokativ besser ist.


WIR GLAUBEN an ungehemmten Luxus.


Lebenslauf

1966 – Geboren in einem Dorf auf dem Land in New Jersey.

1978 – Probiert sich im Sommerlager an der Töpferei und trägt dabei ein Gig-Shirt von Rush.

1980-84 – Verbringt seine gesamte Jugend im Keller des modernen Familienhauses mit dem Töpfern von Gefäßen.

1984-88 – Sollte eigentlich Semiotik und Kunstgeschichte an der Brown University studieren, töpfert aber lieber am RISD Gefäße.

1989 – Kreiert eine von Chanel inspirierte Töpferkollektion mit Steppmuster. Sein fieser Lehrer rät ihm, die Töpferei hinzuschmeißen und als Anwalt Karriere zu machen.

1990 – Zieht nach New York und fängt an, im Filmgeschäft zu arbeiten.

1993 – Total deprimiert nach drei Jahren im Filmgeschäft (kein Wunder). Kündigt. Erzählt seinen Eltern, dass er Töpfer werden will und gründet die Firma Jonathan Adler – schwört, dass er nie mehr einen normalen Job haben wird. Besorgt, dass seine Eltern diese Pläne durchkreuzen.

1994 – Wirbt bei Barneys mit seinen Gefäßen und erhält prompt eine Bestellung. Stellt fest, dass er die Gefäße ja erst noch produzieren muss.

1997 – Stellt fest, dass er ein Ein-Mann-Unternehmen ist und startet eine Kollaboration mit Aid to Artisans, eine Nonprofit-Organisation, die Kunsthandwerker in Entwicklungsländern mit amerikanischen Designern vernetzt. Fliegt nach Peru und entdeckt das Paradies – ein wunderschönes Atelier am Meer mit Papageien, Gärten und fabelhaften Künstlern. Seine Kreativität fängt Feuer.

1998 – Eröffnet seinen ersten Shop in Soho.

1999 – Adoptiert (zusammen mit seinem Partner Simon Doonan) einen Norwich Terrier namens Liberace, der ihnen jeden Tag versüßt.

2000 – Millenniumswahnsinn. Zum Glück drehen sich Töpferscheiben auch im Jahr 2000 ganz normal weiter.

2004 – Designet das Parker Palm Springs Hotel. Steht völlig auf abgehobenen Country Club Style – Gobelinstickerei, Chinoiserie und apfelgrüner Lack. Seine jüdische Mutter ist besorgt und möchte ihn auf den richtigen Weg bringen.

2005 – Schreibt erstes Designbuch. Jüdische Mutter ist stolz, aber Liberace zeigt sich unbeteiligt – er ist immerhin ein Terrier.

2006 – Wird 40. Wirft nur ungern sein unschuldiges Image ab. Besessenheit mit Gobelinstickerei wirkt nicht mehr ganz so ironisch.

2007 – Ist als Kopf der Top Design-Jury auf Bravo zu sehen. Läuft in Outfits herum, die er sich aus der Show geborgt hat und hot, erkannt zu werden.

2008 – Heiratet Simon. Liberace kauft etwas, das nicht auf der Hochzeitsliste steht.

2009 – Soll zu Barbies 50. Geburtstag ein echtes Malibu Traumhaus designen. Kann endlich wiedergutmachen, dass er 1974 die Barbie seiner Schwester köpfte.

2012 – Eröffnet den 20. Store. Ruiniert seine Figur mit all den typischen Leckereien in der Nähe seiner Stores – die größten Übeltäter sind Scones mit Clotted Cream in London.

2014 – Feiert 20 Jahre Empire Building. Vollendet ein Redesign des glamourösen Eau Palm Beach Resort & Spa.

2016 – Wird Creative Director bei Fisher Price und hat endlich eine gute Ausrede, um mit Spielzeug zu spielen. Kuschelt mit seinem frisch adoptierten Mischling Foxylady (und manchmal auch mit Simon). Der von ihnen gegangene, großartige Liberace lächelt ihnen von der großen Hundewiese im Himmel aus zu.

2017 – Möchte sich an einer öffentlichen Skulptur versuchen und kreiert für das Parker Palm Springs eine riesige zwei Meter hohe Banane aus Bronze, die 450 kg wiegt.